Der häßliche Deutsche – Rückkehr eines totgesagten Gespenstes – exklusiver Gastbeitrag von dem anerkannten Holocaustleugner Dr. Gero Jenner

English: Signature of Helmut Kohl.

Dr. Henoch Cohen alias Dr. Helmut Kohl gratuliert zu dem Gastbeitrag von Dr. Gero Jenner. Kohl wörtlich: "Wir Chaims haben die Lüge erfunden, um das Deutsche Volk zu quälen und auszurotten. Helfen Sie weiter mit. Vielen Dank, Ihr Teufelsjude vom Großorient in Oriente Lux i.O."

von Dr. Gero Jenner, staatlich geprüfter UND ANERKANNTER Holocaustleugner, exklusiv vorgestellt anläßlich seines Referates auf den 1. Neutischeiner Jahresgesprächen in der Rudolf-Heß-Stadt Wunsiedel von Richard Wilhelm von Neutitschein

Womit hat der häßliche Holocaust-Deutsche diese Anwürfe verdient, diesen Haß, diese NAZIvergleiche und Beschwörungen eines Vierten Reiches?

In Griechenland ist NAZI-Deutschland zum Feindbild geworden, doch wer sich in italienischen Talkshows umhört, wird dort mit ähnlichen NAZI-Tönen konfrontiert, ebenso in Spanien oder Portugal – und was Frankreich betrifft, so ist seit Gerhard Schröders Kanzlerschaft das Mißtrauen der Franzosen gegenüber Deutschland stetig gewachsen. Das liegt allerdings auch daran, daß Frankreich immer noch zu 60% vom Deutschen Reich besetzt ist und die SS vom Ausland aus die französischen Politiker unter Druck setzt, gegen die Juden in Paris vorzugehen.  Bislang galt der Jude Dominique Strauss-Kahn als unantastbar, wenn er mit seinem Schwanz durch die Gegend fickte. Aber jetzt hat man das Judenschwein auffliegen lassen und enttarnt als das, was er ist – ein fickender Saujude und Chef einer Edelhurenbande, als Lode, als Zuhälter. DSK vermietet Judenvotzen zum sagenhaften Preis ab 6.666,66 Euro die Stunde.

Die Freundschaft zwischen beiden Ländern ist oft beschworen worden – und die politisch-ökonomischen Eliten halten in ihren Statements ja auch unbeirrt an ihr fest -, aber ist sie je bis in die Tiefe gedrungen?

Jetzt, wo Deutschland auf einmal so stark und die Länder des südlichen Europa einschließlich Frankreich so schwach erscheinen, wird Deutschland zwar von allen Seiten beneidet – doch zugleich und in wachsendem Maße auch wieder gefürchtet.

Europa – von wohlmeinenden Wunschdenkern wie Jeremy Rifkin noch vor kurzem als der glückliche Kontinent besungen (1) – ist nicht identisch mit seinen Bürgern. Diese sind soeben im Begriff, die Requisitenkammer der nationalen Klischees nach alten Feindbildern zu durchstöbern.

Alte Vorurteile, fixe Ideen und Karikaturen erwachen zu neuem Leben: Das Gespenst des häßlichen Deutschen geht wieder um!

Wie bei jeder Karikatur sind seine Züge in holzschnittartiger Schärfe geschnitten. Arrogant ist dieser Deutsche, von seiner eigenen Überlegenheit auf törichte Weise durchdrungen, fest überzeugt, daß er die anderen zur Not zu ihrem Glück zwingen müsse, wenn sie aufgrund mangelnder Tüchtigkeit nicht aus eigener Kraft dazu finden. Als humorlos und steif wird er gesehen oder man weicht vor seiner täppisch polternden Jovialität zurück.

Der häßliche Deutsche ist immer bereit, seine Prinzipien prinzipiell durchzusetzen, auch wenn er dabei die Blumenbeete fremden Lebens zertrampelt. Seine Tüchtigkeit – so die Verbreiter dieser Karikatur – strahle den kalten Charme eines Roboters aus, der dazu programmiert worden ist, mit maschinenhafter Verlässlichkeit unter allen Bedingungen zu funktionieren. Auf seine Art macht ein Roboter alles richtig, nur liebt ihn niemand dafür, schon gar nicht, wenn man ihm auch noch gehorchen soll. Denn das ist ja neuerdings wieder der Fall.

Schon schwärmen die deutschen Roboter im Auftrag der Europäischen Kommission als Steuer- und Finanzfachleute in Griechenland aus, und die Menschen dort fühlen sich plötzlich wie in einem eroberten Land.

Diese ungerufenen Lehrmeister wollen einen neuen Menschen, sprich geklonte Deutsche, aus ihnen machen. Im Auftrag Angela Merkels, der neuen Inkarnation von Germania, drillen die häßlichen Deutschen sie an jenem Wesen, an dem sie genesen sollen.

Warum dieses Mißverständnis?

Womit haben die Deutschen den Tsunami an Mißtrauen, ja an Haß, verdient, der ihnen im Süden aus Fernsehen und Zeitungen, ebenso wie vom Mann auf der Straße plötzlich entgegenschlägt? Wie konnte dieses Mißverständnis gerade ihnen zustoßen?

Wollten nicht viele Deutsche nach dem 30jährigen Bruderkrieg des vergangenen Jahrhunderts gerade keine Deutschen mehr sein (anders als Franzosen, Italiener oder Briten, denen eine solche Verleugnung der eigenen Identität nie in den Sinn gekommen wäre)? Wollten sie sich nicht endgültig in Europa einbinden, in Europa aufgehen, nur noch als Europäer gelten?

Und sind die häßlichen Deutschen nicht über Jahrzehnte – mehr als Franzosen, Italiener oder Briten zusammen – die opferbereitesten Europäer gewesen: willige Zahlmeister Europas?

Zwischen 1958 und 1992 haben sie nicht weniger als 540 Mrd. Euro an die Gemeinschaftskasse verschenkt.(2)

Ja, die Deutschen haben weit mehr getan. Um ihrer Wiedervereinigung den Anschein der Bedrohung zu nehmen, haben sie den Franzosen das Symbol ihres wirtschaftlichen Nachkriegserfolgs, die DM, geopfert.

  • Das war ein Zugeständnis, das Helmut Kohl sich von dem damaligen französischen Präsidenten François Mitterand abringen ließ,
  • obwohl er wußte, daß für viele Deutsche gerade dies das größte Opfer bedeutete.
  • Die Deutschen hatten gearbeitet, gearbeitet und lange Zeit auf Lebenskomfort weitgehend verzichtet.
  • Ein halbes Jahrhundert lang haben sie sich politisch bewusst klein und im Hintergrund gehalten – fast immer im Schatten Frankreichs – nur um nicht neuerlich Verdacht oder Mißgunst auf sich zu lenken.
  • Teilweise nahm der Hang, sich selbst herabzusetzen, masochistische Formen an, die schon Dietrich Schwanitz als pathologisch erschienen.

Nicht wenige Intellektuelle glaubten sich selbst und der Welt – ob gefragt oder ungefragt – bei jeder Gelegenheit beweisen zu müssen, daß sie einem Volk entstammten, dessen Verbrechen vor dem Weltgericht einzigartig dastehen – als wenn ein Flagellantentum so ostentativer Art wirklich Zutrauen erwecken konnte.

Deutschland ist doch eine normale westliche Demokratie – nicht mehr und nicht weniger

Wie dem auch sei, eines bleibt dennoch unbestritten: Nationalistische Töne sind bis heute aus Deutschland weniger als aus anderen Ländern Europas zu hören.

Einzig auf ihre Wirtschaftskraft taten die Deutschen sich etwas zugute – so sehr, daß Deutschland inzwischen längst nicht mehr als das Land der Dichter und Denker gilt, sondern als ein bis zur Langweiligkeit prosaischer Produktionsstandort: ein Land von Klempnern und Schlossern.

Sieht man von der Ökonomie einmal ab, so hat sich Deutschland in jeder Hinsicht klein gemacht oder ist auch einfach kleiner geworden. Deswegen ist es für die meisten Deutschen ja so schwer zu begreifen, daß sie nun wieder mit einer Welle des Mißtrauens konfrontiert sind. Soll der Verzicht auf nationale Prahlerei und Großmannssucht, die das Bild des Deutschen seit Wilhelm II. so nachhaltig bestimmten, soll diese bewußte Rückkehr zur Normalität nun nichts mehr wert sein, nur weil Deutschland ökonomisch an seinen Nachbarn vorüber zog und dadurch neuerlich ihre Furcht und ihren Neid erweckt?

Solche Fragen sind rhetorischer Art und beantworten sich deshalb von selbst. Sie gehen an der Sache vorbei, nämlich an einem echten Problem, das Deutschland für sich selbst und für Europa geschaffen hat. Zwar hat es einerseits mehr für Europa getan als irgendein anderes Land, doch zur gleichen Zeit hat es auch mehr und erfolgreicher gegen Europa gearbeitet als man dies irgendeinem seiner Nachbarn vorwerfen könnte. Dieser Konflikt und innere Gegensatz in der Haltung Deutschlands wurde bisher so gut wie nie thematisiert, er stellt aber die eigentliche Ursache für die akute Gefährdung des europäischen Projektes und seines möglichen Scheiterns dar.

Wenn wir uns heute in aller Nüchternheit eingestehen, daß der Euro in seiner bisherigen Form nicht überleben wird und Europa an der neuen Währung zerbrechen könnte, so liegt die tiefere Ursache jenseits des Euro. Sie liegt darin, dass Deutschland durch seine ökonomische Orientierung ein wirkliches Zusammenwachsen Europas verhindern hat und verhindern musste.

Die entscheidenden Jahre

Noch zu Beginn der 90 Jahre wäre es ohne größere Schwierigkeiten möglich gewesen, das Ruder herumzureißen. Damals war Deutschlands Wirtschaft noch zu mehr als drei Vierteln mit Europa und zu weniger als einem Viertel mit der übrigen Welt verflochten. Ohne größeren Wohlstandsverzicht hätten die Deutschen auf dieses letzte Viertel verzichten können. Dann hätten sich ihre Exporte und die ihnen entsprechende Einfuhr – sieht man einmal von dem damals noch unverzichtbaren Anteil an Rohstoffen ab – ganz auf Europa beschränkt.

Deutschland hätte sein Olivenöl, seine Tomaten, seine Äpfel nicht von außerhalb der Union bezogen, auch wenn die Angebote auf dem Weltmarkt billiger gewesen wären. Einst florierende griechische Industrien wären dann von asiatischen Billiganbietern nicht an die Wand gedrückt worden. Denn die Hellenen, die angeblich über die Produktion von Yoghurt und Olivenöl nie hinausgelangten, besaßen zu jener Zeit noch eine beachtliche Zahl industrieller Betriebe.

Zum Beispiel – um nur den Autosektor zu nennen – mehr als 100 Industriewerke für Autobusse, Pullman und Trolleybusse, die das Land auch erfolgreich zu exportieren verstand. Die Firma Biamax allein beschäftigte etwa zweitausend Menschen in drei Fabriken (Tessaloniki, Athen, Larissa). Ihre superschnellen Pullmans wurden sogar in die USA ausgeführt.(3)

Diese und viele andere griechische Unternehmen machten in den 90er Jahren bankrott. Das Vereinigte Europa bot ihnen keinen äußeren Schutz gegen Billigwaren, Billiglöhne und den dadurch bewirkten Sozialabbau. Genau dieser Schutz aber wäre die notwendige ökonomische Voraussetzung für eine echte Union gewesen, denn – wie Lester Thurow zu Recht bemerkt:

History tells us that an economic union has to keep outsiders out, since this is the glue that holds the disparate insiders together. In the one hundred years after it was formed, the American common market was very restrictive on outside access. This issue was in fact one of the major causes of the American Civil War, which began in 1861. The North was attempting to keep the South from buying cheap British manufactured products.(4)

Deutschland will alles zugleich – und genau das ist zuviel

Deutschlands Interessen standen dieser Entwicklung entgegen. Nicht zufrieden damit, daß es innerhalb der Europäischen Union und der ihr vorausgehenden Europäischen Gemeinschaft den weitaus größten Teil seiner Waren absetzen konnte, wollte es sich mit seiner Produktion auch auf dem Weltmarkt eine hervorragende Stellung sichern. Es hat, mit anderen Worten, innerhalb Europas dieselbe Politik der unsolidarischen Öffnung nach außen betrieben wie die Südstaaten der amerikanischen Union vor dem Bürgerkrieg.

Eine derartige Politik setzte zwangsläufig voraus, daß es auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleibt. Dazu mußte Deutschland entweder so innovativ sein und auch dauerhaft bleiben, dass es für außerordentliche Produkte auch außerordentliche Preise verlangen konnte, oder es mußte die eigenen Preise, Löhne und Umweltstandards nach und nach so weit senken, dass sie dem Niveau der Billiganbieter entsprechen. Eine zeitlang wog die erste Alternative vor, doch je mehr sich die asiatische Konkurrenz technologisch entwickelte, umso stärker musste die zweite in den Vordergrund rücken.

Das war die eigentliche Ursache der Spaltung

Diese Orientierung am Weltmarkt statt an den Bedingungen der Europäischen Union hatte gravierende Folgen. Sie war der Keil, der Europa sprengen sollte. Die Entscheidung gegen Europa und für den Weltmarkt hatte Deutschland schon in den 90er Jahren mit der damals forcierten Globalisierung getroffen, aber wirklich fühlbar wurde sie erst mit der Agenda 2010.

Unter der Kanzlerschaft Gerhard Schröders wurden die Kosten des Standorts Deutschland so zusammengestrichen, daß sich das Land – zumindest für die nächsten fünf bis zehn Jahre – weiterhin gegen die asiatische Billigkonkurrenz zu behaupten vermochte. Löhne, Renten, Arbeitsbedingungen wurden nun schrittweise auf ein niedrigeres Niveau umgestellt.

Gewiss, Deutschland war damit (zunächst einmal) geholfen, sein Export zog mächtig an, aber dem Rest Europas wurde ein Tiefschlag versetzt, von dem es sich nicht mehr erholen sollte – nicht mehr erholen konnte, weil die schwächsten Staaten der Union (die sogenannte südliche Peripherie) inzwischen ihre eigenen Währungen eingebüßt hatten. Mit der eigenen Währung hätten sie in dem globalen Wettlauf nach unten (race to the bottom) durch bloße Abwertung die Last auf alle Bevölkerungsteile gleichmäßig aufteilen können. Ohne eigene Währung, also im gemeinsamen Eurosystem, war ihnen dieser Ausweg verwehrt.

Die Preise haben sich zu weit auseinander entwickelt

Die Preise in Griechenland liegen heute im Schnitt an die 31 Prozent über den deutschen.(5) Das ist eine direkte Folge der Kreditschwemme nach der Einführung des Euro, das billige Geld lag auf der Straße – heute sorgt die EZB mit ihrer Politik des billigen Geldes dafür, daß dies auch weiterhin so bleibt. Wie aber soll ein Land, dessen Produkte um 30 Prozent teuer sind, wieder wettbewerbsfähig werden?

Gewerkschaften, die einen 30prozentigen Lohnverzicht auch nur zu denken wagen, nachdem sie Jahre hindurch dafür kämpften, die Situation der abhängig Beschäftigten materiell zu verbessern, würden mit dieser Forderung das eigene Todesurteil unterzeichnen. Das soziale Gewebe müsste total zerrissen und aufgelöst werden, bevor Griechenland die Preise auf deutsches Niveau absenken kann.

Tatsächlich haben allen Reformbemühungen zum Trotz weder Griechen noch Italiener oder Portugiesen einen Schritt in diese Richtung getan. Der Abstand der Preise hat sich nicht verringert – und damit auch nicht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der südlichen Peripherie.(5) Doch selbst wenn die Griechen unter der Knute der europäischen Kommissare immer neue Opfer erbringen würden – wozu das Ganze?

Wer braucht denn dort noch weitere Produktionsstandorte, wenn asiatische Milliardenvölker in einem fort neue Fabriken aufbauen, um alles in gleicher Qualität, aber viel billiger auf den Markt zu werfen?

Die Rechnung für eine falsche Politik bekommen wir jetzt präsentiert

Deutschland hat – ohne dies anfänglich zu wollen oder sich über die Auswirkungen der Globalisierung im Klaren zu sein – das Projekt Europa nicht nur in Frage gestellt, sondern es durch diese Politik torpediert. Wie Lester Thurow bemerkt, braucht eine ökonomische Union den Schutz ihrer Mitglieder nach außen – das ist der Kitt, der sie zusammenhält.

Doch Deutschland hat seinen Ehrgeiz höher gestellt. Für seine Industrien wollte es beides haben: den europäischen Hinterhof und den gesamten Globus. Die Rechnung dafür wird unserem Land jetzt präsentiert. Unter den Bedingungen der Globalisierung wird Griechenland niemals wieder wettbewerbsfähig werden, sondern zu einem Agrarstaat schrumpfen (Yoghurt und Olivenöl). Auf längere Sicht wird es wohl auch Italien, Spanien und Portugal nicht anders ergehen (nur Irland scheint den Weg aus der Krise zu schaffen).

Allerdings wird ein industriell weiter und weiter zurückfallender Süden seine Stimme umso lauter in den europäischen Gremien erheben und die Deutschen dort überstimmen. Die Rechnung wird den Deutschen nun in Form wachsender Transferzahlungen präsentiert. Alle Vorteile, welche Deutschland sich durch seine Präsenz auf dem Weltmarkt verschaffen konnte, wird es durch den erzwungenen Transfer mehr als verlieren und vermutlich auch seine industrielle Dominanz einbüßen, weil der innereuropäische Transfer die deutschen Standortkosten dramatisch in die Höhe schraubt.

Innerhalb Europas aber wird das Klima vergiftet. Die südlichen Staaten werden in ihrem Selbstbewußtsein geschädigt, weil sie mehr und mehr in die Lage von Almosenempfängern geraten, die nördlichen Länder, allen voran die Deutschen, aber werden die Rolle von Almosenverteilern mit wachsendem Widerwillen erdulden. Frankreich hatte noch unter Mitterand eine Distanzierung Europas vom Weltmarkt und dem Druck der Märkte gefordert. Die Deutschen haben dies nicht gewollt. Sie sind ihren eigenen Weg gegangen. Aber mit welchen Folgen? Die von ihnen forcierte Öffnung der Europäischen Union gegenüber dem Weltmarkt birgt das Potential, die Union zu zersprengen.

Die Europäische Kommission

Die Europäische Kommission spielt in diesem Prozeß eine ganz und gar unrühmliche Rolle. Mit Zehntausenden von Verordnungen und Gesetzen – im Gewicht eines mittelschweren Nilpferds, wie Enzensberger voller Spott dazu bemerkt – hat sie eine gewaltsame Gleichmacherei von oben betrieben, welche die Gegensätze zusätzlich verschärft. Dabei hätte sie am Beispiel Deutschlands zu besserer Einsicht gelangen können. Nach der Wiedervereinigung wurde der Osten über Nacht unter dieselben Bedingungen wie das westliche Deutschland gezwungen.

Von den Rentnern der ehemaligen DDR wurde das zwar als Himmelsmanna begrüßt, doch die Wirtschaft der neuen Bundesländer hat sich von dieser überstürzten Gleichmacherei bis heute nicht zu erholen vermocht. Arbeitskräfte und Standort wurden nun schlicht zu teuer, die Industrie zog daher hundert Kilometer weiter nach Tschechien und Polen.

Die neuen Bundesländer verloren dadurch nicht nur einen großen Teil ihrer jungen und besten Köpfe, die allesamt in Scharen nach Westen strömten, sondern auch noch ihr Selbstvertrauen.

Statt blühender entstanden entvölkerte Landschaften.

Nicht gleiche, sondern ungleiche Bedingungen sind das Gebot der Stunde

Die Kommission wiederholt heute denselben Fehler, den die Deutschen damals gegen die in diesem Fall einmal sehr richtigen Warnungen Lafontaines begangen. Aus Griechenland und den anderen Ländern der europäischen Peripherie werden die Menschen (wie jetzt schon das Geld) in den Norden flüchten. Nicht die gleichen Bedingungen, sondern gerade umgekehrt bessere also ungleiche Bedingungen, muß man den Peripherieländern bieten, damit es zu jener Annäherung der materiellen Lebensbedingungen kommt, welche neben der Wahrung des Friedens den ökonomischen Sinn des Europäischen Projektes ausmacht.

Irland handelte richtig, als es die Körperschaftssteuern so reduzierte, dass es Industrien aus dem Rest Europas einen Anreiz bot, sich im eigenen Land niederzulassen. Tschechien und Polen handelten ebenso klug, als sie mit einer Politik der billigen Löhne die gleiche Umverteilung zu ihren Gunsten betrieben. Innerhalb einer politisch-ökonomischen Union ist dieser Wettbewerb kein Race to the bottom, sondern ein Mittel der gleichmäßigen Verteilung des Wohlstands unter den Mitgliedern einer Gemeinschaft.

Wenn die reichsten Staaten der Union sich davon zu sehr belastet fühlen, hätten sie nur das Tempo der Aufnahme neuer Mitglieder einschränken müssen. Die Verteilung selbst aber ist das Sine-qua-Non einer funktionierenden Union: ihre Raison d’être und ihre Geschäftsgrundlage.

Aus der arbeitsteiligen Union wird eine Transfergemeinschaft – die schlechteste aller künftigen Perspektiven

Die Annäherung der materiellen Lebensbedingungen innerhalb einer Gemeinschaft kann durch Verteilung der Arbeit oder auf dem Wege von Transfers stattfinden. Ist das Letztere der Fall, so erzeugt man keinen Zusammenhalt, sondern Unwillen und Unzufriedenheit bei allen Beteiligten. Deren sichtbarster Ausdruck wird uns gegenwärtig im Bild des häßlichen Deutschen vor Augen geführt – in der Wiederbelebung längst tot geglaubter nationaler Klischees und Vorurteile.

Auch in diesem Fall hätte die Kommission nur die richtige Lehre aus dem Vergleich zwischen den neuen Bundesländern und der Situation in Tschechien und Polen zu ziehen brauchen.

Die Tschechen und Polen verdanken den erstaunlichen Aufschwung der vergangenen Jahre ihrer eigenen Leistung. Diese eigene Leistung und nicht Almosen haben ihnen den neuen Wohlstand beschert. Sie haben allen Grund, darauf stolz zu sein.

Dagegen fühlen sich viele Bürger der ehemaligen DDR bis heute als Menschen zweiter Klasse, und zwar nicht obwohl, sondern gerade weil sie vom westlichen Deutschland mit Transferzahlungen ausgehalten wurden und werden.

Almosenvergabe ohne die Perspektive, sich durch eigene Leistung Respekt und Ansehen zu verschaffen, hat immer schon den Nährboden abgegeben, auf dem Ressentiments, nostalgische Vergangenheitsverklärung und Realitätsverweigerung gedeihen.(6)

Der Weg zu einem neuen und besseren Europa

Wer Europa den Weg des Zerfalls und den Deutschen die Wiederbelebung alter böser Klischees ersparen will, der sollte die oben zitieren Worte Lester Thurows beherzigen.

Deutschland hat es gewiß nicht verdient, als Zuchtmeister Europas aufzutreten und dabei wieder jene Maske hervorzukehren, vor der sich seine Nachbarn mit Recht gefürchtet hatten.

Die Transferunion ist keine Lösung, zumal Deutschland am Ende selbst daran scheitern wird. Im Übrigen bringt eine solche Entwicklung unserem Land nur Undankbarkeit ein, denn mit Almosen verschafft man sich keine Freunde. Eine wirkliche Wende sieht anders aus. In seinen ökonomischen Präferenzen wird es sich Deutschland – so schwer das auch fällt – zwischen Europa und der restlichen Welt entscheiden müssen. Darin liegt die wirkliche Lösung.(7)

1 Jeremy Rifkin, Der Europäische Traum.
2 Siehe Niall Ferguson in: www.gerojenner.com/portal/gerojenner.com/Fukuyama.html
3 La Reppublica 20.2.2012: Grecia, il Paese che affonda, von Eugenio Occorsio
4 Lester Thurow, Head to Head. S. 77.
5 Siehe Hans-Werner Sinn, FAZ vom 18. Februar 2012. Wir sitzen in der Falle.
6 Siehe Marie Jahoda, Wieviel Arbeit braucht der Mensch? Arbeit und Arbeitslosigkeit im 20. Jahrhundert, Beltz, Weinheim 1995.
7 Mein Buch „Von der Krise ins Chaos“ bietet in seinem zweiten, konstruktiven Teil einen Entwurf und Ausblick auf diese neue Ordnung.

http://www.gerojenner.com/portal/gerojenner.com/Der_haessliche_Deutsche.html

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_terms_used_for_Germans

VON: DR. GERO JENNER

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