Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Toleranz, auch für KFC? oO

Toleranz, auch für KFC? oO (Photo credit: FloShow)

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr:  So sollten die Lehrkräfte an den Schulen der Bundesrepublik Deutschland täglich eine Unterrichtsstunde damit ausgestalten, daß allen Schülern die Gelegenheit gegeben wird, unter Anleitung den Analverkehr ausüben zu können.

Gauck verspricht sich dadurch den Abbau von Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben, und auch voll befriedigende „Resultate“ im Schulalltag. Die Firma Dildoking hat sich bereiterklärt, als Sponsor für Schulklassen einzuspringen und wird jedem Schüler ein „Starterpaket“ zukommen lassen.

Toleranz ist Gut

Toleranz ist Gut (Photo credit: elmada)

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr:  So sollten die Lehrkräfte an den Schulen der Bundesrepublik Deutschland eine Unterrichtsstunde damit ausgestalten, daß allen Schülern die Gelegenheit gegeben wird, unter Anleitung den Analverkehr ausüben zu können.

Montagsdemo in Berlin, 14. Juni 2010

Montagsdemo in Berlin, 14. Juni 2010 (Photo credit: Wikipedia)

Gauck verspricht sich dadurch den Abbau von Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben, und auch voll befriedigende „Resultate“ im Schulalltag.

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Unter Analverkehr oder Analkoitus (von lateinisch anus „After“) – umgangssprachlich auch Analsex genannt – versteht man das Einführen des erigierten männlichen Penis in den Anus des Sexualpartners.

Analverkehr wird sowohl zwischen hetero- als auch homosexuellen Partnern praktiziert. Für beide Partner kann der Analverkehr lustvoll sein, auch Frauen können durch Analverkehr zum Orgasmus kommen. Gegenüber dem Vaginalverkehr erfordert der Analverkehr unter Umständen vorbereitende Maßnahmen und ein behutsameres Vorgehen.

Insbesondere unter jüngeren, heterosexuellen Frauen und Männern hat der Analverkehr in den letzten Jahren eine starke Verbreitung gefunden. Allerdings ist unklar, ob dem eine reale Zunahme oder eine, durch Enttabuisierung des Analverkehrs bedingte, offenere Auskunftsbreitschaft zugrunde liegt.

Deutsch: Toleranz-Bethaus in Thening 20px 20px

Deutsch: Toleranz-Bethaus in Thening 20px 20px (Photo credit: Wikipedia)

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr:  So sollten die Lehrkräfte an den Schulen der Bundesrepublik Deutschland eine Unterrichtsstunde damit ausgestalten, daß allen Schülern die Gelegenheit gegeben wird, unter Anleitung den Analverkehr ausüben zu können.

Gauck verspricht sich dadurch den Abbau von Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben, und auch voll befriedigende „Resultate“ im Schulalltag.

Der Afterbereich ist bei Personen beider Geschlechter eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Beim Mann führt passiver Analverkehr zusätzlich zur Reizung der sexuell empfindlichen Prostata, die einen Orgasmus auslösen kann. Bei der Frau können durch Analverkehr auch der sogenannte A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden.

Für den aktiven Partner bedeutet der Analverkehr aufgrund der engeren und potenziell muskulöseren Körperöffnung eine intensivere Stimulation gegenüber dem Vaginalverkehr.

Als aktiv wird beim Analverkehr diejenige Person bezeichnet, die ihren Penis einführt (insertiver Analverkehr), als passiv, auch anorezeptiv, diejenige, bei der der Penis eingeführt wird (rezeptiver Analverkehr).

Die Praktik setzt für viele Personen ein höheres Maß an Vertrauen voraus, wird andererseits jedoch oft auch als entsprechend intimer empfunden. Aktiver Analverkehr gehört aus genannten Gründen für viele Männer zu den lustvollsten Sexualpraktiken. Passiver Analverkehr wird in vielen Fällen beim ersten Mal als unangenehm, jedoch mit wiederholter Übung zunehmend als lustvoll empfunden.

Die Bezeichnung passiv ist insofern mißverständlich, als daß die Position so gewählt werden sollte, daß auch der passive, also empfangende Partner Kontrolle ausübt. Das heißt, er sollte Tiefe und Rhythmus der Penetration mitbestimmen können oder sogar vorgeben. Übliche Stellungen sind die Reiterstellung und die A tergo-Stellung.
Schmerzvermeidung und Lustgewinn

Bei behutsamen, langsamen Eindringen, sowie Nutzung von Gleitmittel ist Analverkehr in der Regel schmerzfrei. Der Anus ist aufgrund zahlreicher Nervenenden eine erogene Zone, die anale Stimulation wird daher oftmals lustvoll erlebt. Nervenenden finden sich rund um den äußeren Schließmuskel, aber auch der innere Teil sowie der Enddarm können durch Druck und Bewegung stimuliert werden. Unter Umständen ist ein Orgasmus durch rein anale Stimulation möglich: Für Männer geschieht dies durch Stimulation der Prostata, für Frauen durch Anspannung der Beckenbodenmuskulatur.

Viele Menschen können durch passiven Analverkehr allein jedoch nicht zum Orgasmus kommen, das heißt, sie benötigen zusätzliche genitale Stimulation zum Erreichen des Höhepunktes. Viele Frauen erleben Analverkehr in Kombination mit zusätzlicher, manueller Stimulation als besonders lustvoll.

In einer großangelegten Erhebung zum Sexualverhalten (National Survey of Sexual Health and Behavior) zeigte sich, daß dabei mehr Frauen einen Orgasmus erlangen als bei jeder anderen Form sexueller Stimulation.

Hygiene und Verhütung

Mitunter existieren Bedenken bezüglich der Hygiene, welche sich in der Regel auf im Enddarm befindliche Fäkalreste beziehen. Die Angst, während des Verkehrs mit Kot in Kontakt zu kommen, ist jedoch größtenteils unbegründet. Nach der Defäkation verbleibt kaum Stuhl im Enddarm, Anus und Enddarm stellen lediglich Durchgangskanäle dar und sind somit nur unmittelbar vor und während der Defäkation mit Kot in Kontakt.

Abwechselnd praktizierter Vaginal- und Analverkehr sollte stets mit einem Kondomwechsel kombiniert oder aber der Penis vor dem Wechsel abgewaschen werden, da ansonsten Keime aus dem Enddarm in die Vagina eingebracht werden und Entzündungen auslösen können.

Insbesondere in Kulturen, in denen auf die Jungfräulichkeit der Frau bei der Eheschließung großen Wert gelegt wird, ist der Analverkehr eine gelegentlich praktizierte Alternative zu vorehelichem vaginalen Geschlechtsverkehr, durch die das Risiko einer Schwangerschaft vermindert und der Verlust des Jungfernhäutchens vermieden werden soll.

Die Annahme, daß sich durch Analverkehr eine Schwangerschaft sicher vermeiden lasse, ist jedoch falsch. Auch beim Analverkehr kann Sperma in die Scheide gelangen und zu einer Empfängnis führen.

Vorbereitung

Ein Butt Plug kann vor dem Verkehr die Analmuskulatur entspannen.

Als Vorspiel vor dem Analverkehr kann der Anus mit den Fingern stimuliert werden. Sollte das Eindringen des Penis vom passiven Partner als schmerzhaft empfunden werden oder mit einem unangenehmen Gefühl einhergehen, so ist die Benutzung eines Butt Plug möglich. Dabei handelt es sich um ein kegelförmiges Objekt, das vor dem Analverkehr durch den passiven Partner getragen werden kann. Die Vorbereitung hiermit kann die Muskulatur des Anus entspannen helfen und ihn leicht vordehnen. Seine Form verhindert ein Hineinrutschen sowie selbstständiges Herausrutschen aus dem Anus. Butt Plugs können für kürzere, aber auch für längere Zeiträume unabhängig vom Geschlechtsverkehr getragen werden.

Vor dem Verkehr kann eine Analspülung durchgeführt werden. Dies kann zu einem subjektiv empfundenen Gefühl der Sauberkeit beitragen, ist jedoch aus hygienischen Gründen nicht notwendig.

Risiken, Safer Sex und HIV

Beim Analverkehr besteht für den passiven Partner gegenüber dem Vaginalverkehr erhöhte Verletzungsgefahr: Die stark durchblutete Schleimhaut des Enddarms ist wesentlich empfindlicher als beispielsweise die Vagina. Durch die kleinsten Verletzungen können Viren und Bakterien im Enddarmbereich leicht übertragen werden. Eine Überdehnung des Schließmuskels bringt die Gefahr von Rissen mit sich. Ebenso kann zu tiefes Eindringen zu innerlichen Verletzungen im Enddarm führen.

Durch den Austausch von Körperflüssigkeiten besteht die Gefahr, sich an einer sexuell übertragbaren Erkrankung anzustecken, insbesondere an HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C. Personen mit wechselnden Geschlechtspartnern sollten deshalb beim Analverkehr immer Kondome verwenden, eine erhöhte Sicherheit können spezielle, extrastabile Präservative bieten, die eine höhere Elastizität und eine dickere Wandstärke aufweisen. Die Verwendung von Gleitmittel reduziert das prinzipielle Verletzungsrisiko erheblich. Nur Gleitmittel auf Wasser- oder Silikon-Basis sind für den Gebrauch mit Kondomen geeignet, da fetthaltige Gleitmittel das Material des Kondoms angreifen. Ungeschützter homosexueller Analverkehr ohne Kondom wird mit dem Begriff Barebacking bezeichnet. Auch für den aktiven Partner besteht bei ungeschütztem Analverkehr ein Infektionsrisiko.

Häufig bestehen Bedenken darüber, ob Analverkehr zu einem Ausleiern oder Erschlaffen des Schließmuskels führen kann. Dabei ist zu unterscheiden. Ein behutsames Vorgehen vorausgesetzt, wirkt sich Analverkehr durch die Kontrolle von An- und Entspannung der Muskulatur tendenziell eher positiv auf den Schließmuskel aus. Dies betrifft aber nur den sog. Kontraktionstonus (die Spannung, die durch willkürliche Anspannung des Schließmuskels aufgebaut wird). In Bezug auf den sog. Ruhetonus (die Grundspannung des Analkanals) wurde nach einer Studie dagegen eine Herabminderung der Spannung verzeichnet.  Teilweise wird die Herabsetzung des Ruhetonus damit begründet, dass diejenigen Probanden der Studie, die Analsex praktizierten, sich besser entspannen konnten. Nach anderer Ansicht hingegen ist die Herabsetzung des Ruhetonus eine Folge der Überdehnung des Analkanals.

In Bezug auf die Risiken, die mit Analsex verbunden sein können, muß unterschieden werden, ob der passive Partner ein Mann oder eine Frau ist. Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie für anorektale Störungen erheblich anfälliger als Männer.
Soziokulturelle Aspekte
Einstellungen zum Analverkehr

Gegenüber dem Analverkehr herrschen zum Teil Vorbehalte, so wird er etwa als unhygienisch oder schmerzhaft betrachtet, mitunter auch aus religiösen Gründen abgelehnt. Sowohl im Christentum als auch im Islam wurde Analverkehr traditionell als sündhaft und verwerflich angesehen, wenn auch diese Position heutzutage zum Teil liberaler gesehen wird.

Oftmals besteht ein prinzipielles Interesse am Analverkehr, jedoch wird das Thema aus Angst vor Desinteresse gegenüber Partner oder Partnerin nicht angesprochen. Insbesondere bei Männern herrscht oft die Meinung vor, Frauen würden dem Analverkehr ablehnend begegnen oder nur dem Partner zuliebe praktizieren. Passiver Analverkehr ist eine Frage der persönlichen Präferenz, jedoch empfinden viele ihn als sehr lustvoll. Teilweise wird der Analverkehr von Frauen dem Vaginalverkehr gegenüber bevorzugt.

Die traditionell bedingten Vorbehalte können zu einer ambivalenten Einstellung führen: die moralische Ablehnung steht im Widerspruch zum eigenen lustvollen Empfindens des Analverkehrs. Dieses Gefühl bringt Charlotte Roche in ihrem Roman Schoßgebete zum Ausdruck:

„Mein Frauenbewegungshirn redet mir, mit dem Schwanz meines Mannes im Po, ständig aus, dass das geil sein kann, und währenddessen redet mein Enddarmausgang mir ein, dass das sehr wohl sein kann. Wem soll ich denn jetzt glauben?“

– Zitiert aus „Schoßgebete“, von Charlotte Roche

Verbreitung und Häufigkeit

Auch wenn der öffentliche Umgang mit dem Thema teilweise noch immer durch Tabus besetzt ist, wird der Analverkehr doch von vielen Menschen praktiziert. Dabei zeigt sich in gerade jüngster Zeit, dass Analverkehr zunehmend beliebter wird, insbesondere unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Für eine reale Zunahme des Analverkehrs würde die Tatsache sprechen, dass die Verfügbarkeit von Informationen über das Internet ein wachsendes Interesse hervorruft, indem Neugierde auf neue Sexualpraktiken geweckt wird. Debby Herbenick, Autorin einer 2010 durchgeführten, umfangreichen Studie zum Sexualverhalten, meinte hierzu:

„Men and women have always enjoyed having anal sex, so we’re not sure why there’s been a sudden increase, but it might have something to do with the Internet, which was in its infancy the last time a survey of this magnitude was conducted.“
„Männer und Frauen haben schon immer Analverkehr genossen. Wir sind also nicht sicher, wie der plötzliche Anstieg zustande kommt, vermuten aber einen Zusammenhang mit dem Wachstum des Internets, welches sich bei der letzten Studie (1992) noch in der Anfangsphase befand.“

– Debby Herbenick

Unklar ist jedoch, ob heutzutage tatsächlich mehr Analverkehr praktiziert wird oder lediglich die Bereitschaft gestiegen ist, dies auch in Umfragen ehrlich anzugeben. Nicht zuletzt die zunehmende Offenheit und Präsenz sexueller Themen in den Medien (in Medien pornographischen Inhalts beispielsweise ist der Analverkehr mittlerweile eine regelmäßig dargestellte Praktik) deuten auf eine Enttabuisierung hin, welche die Auskunftsbereitschaft zu dem Thema erhöht.

So berichtet das amerikanische Centers for Disease Control and Prevention in einer Studie aus dem Jahr 2006 von einer anhaltenden Zunahme in den letzten Jahren. In einer US-amerikanischen Studie erklärten 16 Prozent der heterosexuellen Jugendlichen, schon mindestens einmal Analverkehr gehabt zu haben. In einer 2010 in den USA durchgeführten Studie hatten in der Altersgruppe 18–19 Jahre 20 % der weiblichen Befragten, in der Altersgruppe der 20–24-jährigen 40 % Erfahrungen mit Analverkehr. Dies stellt eine Verdoppelung gegenüber der letzten vergleichbaren Umfrage im Jahr 1992 dar.

Eine Studie aus dem Jahr 2008, durchgeführt von Forschern der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung und der City University, ergab, dass 49,1 % der Deutschen, unabhängig vom Geschlecht, bereits Erfahrungen mit Analsex gemacht haben. Eine Studie in Österreich im Jahr 2006 unter Jugendlichen ergab je nach Region unterschiedliche Anteile: In Wien gaben 52 % der Befragten an, Erfahrungen mit Analverkehr gemacht zu haben, im Burgenland waren es lediglich 37 %. Mitunter liegt der Anteil bei Frauen sogar höher als bei Männern: In Deutschland gaben 2007 in einer Umfrage 40 % der Männer und 42 % der Frauen an, schon einmal Analverkehr praktiziert zu haben. Die deutsche Zeitschrift Neon befragte junge Erwachsene im Alter von 20 bis 35 Jahren, mit dem Ergebnis, dass 47 % der Männer und 57 % der Frauen angaben, bereits Analverkehr praktiziert zu haben.

Darüber hinaus zeigt sich, dass sich der Analverkehr auch unter Heterosexuellen inzwischen als normale sexuelle Spielart etabliert hat. Der Anteil der Befragten, die nicht nur über Erfahrungen mit Analverkehr berichten, sondern diesen regelmäßig praktizieren, fällt im Vergleich zu früheren Studien hoch aus. Eine 2010 in den USA durchgeführte Studie ergab, dass über 20% der Männer (Alter 25-49) und Frauen (Alter 20-39) regelmäßig Analverkehr praktizieren.
Analverkehr in Kunst und Kultur

Tristan Taormino bei der Verleihung des Feminist Porn Awards (in Form eines Butt Plug)

In der Philosophie im Boudoir von de Sade lassen sich die Protagonisten über viele Seiten hinweg über das Thema aus.

Analspielzeug, anale Dehnung und Unterwerfung durch Analverkehr spielen bei Geschichte der O von Pauline Reage eine wesentliche Rolle.

Im Film Der letzte Tango in Paris aus dem Jahr 1972 kommt es zum Analverkehr zwischen Marlon Brando und Maria Schneider. Dies war die erste explizite Darstellung in einer großen Hollywood-Produktion und sorgte in vielen Ländern für einen Skandal.

Zwei der bekanntesten Darstellungen von Analverkehr in der modernen Kunst sind Jeff Koons Bilder Red Butt (Distance) und Red Butt (Close Up) aus dem Jahr 1991, die den Künstler beim Analverkehr mit seiner Ehefrau Ilona Staller zeigen. 2000 bzw. 2005 wurden die Bilder beim Auktionshaus Christie’s mit einem Erlös von $369.000 bzw. $520.000 versteigert.

Die Autorin Tristan Taormino erzielte einen großen Erfolg mit ihrem Buch Ultimate Guide to Anal Sex for Women. Sie gibt darin Tipps und versucht, gängigen Vorbehalten entgegenzutreten. Das Buch war ein Überraschungserfolg und fand große mediale Beachtung.

Der Rapper Sido provozierte 2003 mit seinem „Arschficksong“, in welchem er in drastischer Sprache Analverkehr beschreibt. Das Lied wurde der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vorgelegt, konnte jedoch wegen einer vorhergehenden FSK-16-Freigabe nicht mehr indiziert werden.

English: Joachim Gauck, 2011 Deutsch: Joachim ...

English: Joachim Gauck, 2011 Deutsch: Joachim Gauck, 2011 (Photo credit: Wikipedia)

Analverkehr und sexuelle Orientierung
Homosexueller Analverkehr in der Missionarsstellung

Analsex ist bei gleich- wie bei gegengeschlechtlichem Sex Bestandteil des Repertoires. Analverkehr wird von homo- wie auch heterosexuellen Personen prozentual gesehen im gleichen Ausmaß praktiziert. In absoluten Zahlen ist Analsex damit unter Heterosexuellen wesentlich häufiger. Die Ansicht, Analverkehr werde hauptsächlich zwischen homosexuellen Männern praktiziert, ist daher falsch.

Dennoch wird dieses Vorurteil oftmals bedient. In einigen Staaten existieren sogar strafrechtliche Sanktionierungen, die Analverkehr unter Strafe stellen oder zumindest als unerwünscht deklarieren. Diese Gesetze und Vorschriften dienen in der Praxis meist der Abschreckung und Strafverfolgung homosexueller Männer und finden selten Anwendung bei heterosexuellem Analverkehr.

Länder mit strafrechtlicher Sanktionierung
→ Hauptartikel: Gesetze zur Homosexualität

Im Gegensatz zu Europa und Südamerika (mit Ausnahme von Guyana), wo Analverkehr straffrei ist, sehen viele afrikanische Staaten Strafen für diese Sexualpraktik vor.

Guyana

Der Criminal Law Offences Act bestraft versuchten Analverkehr in Guyana mit zwei Jahren Haft, Analverkehr selbst wird mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet.

Iran

Analverkehr ist im Iran, zumindest unter männlichen Homosexuellen, mit der Todesstrafe belegt – zwischen Mann und Frau ist er straffrei.

Jamaika

Artikel 76 des Offenses against the Person Act ahndet schwulen Sex in Jamaika nach einem Gesetz aus der britischen Kolonialzeit als „das abscheuliche Verbrechen der Sodomie“ (the abominable crime of buggery) mit bis zu zehn Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit.
Suzuki Harunobu, Shunga

Japan

Analverkehr wurde 1873 verboten, dieses Gesetz wurde jedoch im Jahr 1880 wieder zurückgenommen. Homosexualität ist in Japan straffrei, allerdings existieren in einigen Präfekturen Altersbeschränkungen für homosexuelle Partnerschaften.

Kanada

Während das allgemeine Schutzalter 2008 (2007 beschlossen) für sonstige hetero- und homosexuelle Handlungen von 14 auf 16 Jahre angehoben wurde, ist Analverkehr (hetero- wie homosexuell) nur dann legal, wenn beide Partner mindestens 18 Jahre alt sind.

Kirgisistan (historisch)

In Kirgisistan konnte der Analverkehr bis 2002 mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden. Verurteilungen nach diesem Gesetz waren selten.

Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien ist Analverkehr zwischen Mann und Frau verboten und kann mit Gefängnis, Geldstrafen und für den Mann mit Peitschenhieben geahndet werden. Auf Analverkehr zwischen Männern steht die Todesstrafe.

Singapur und Indonesien

In Singapur war Analverkehr ebenso wie Oralverkehr verboten. Darauf konnten bis zu zehn Jahre Haftstrafe stehen oder ein Bußgeld in der Höhe von umgerechnet 10.000 Euro. Mittlerweile wurden diese Praktiken allerdings für heterosexuelle Paare legalisiert. Im Nachbarland Indonesien sind diese Praktiken noch immer verboten, aber auch hier sind Verurteilungen in der Praxis selten.

USA (historisch)

In den US-Bundesstaaten Arkansas, Kansas, Missouri, Oklahoma und Texas bestand bis 2003 ein generelles gesetzliches Verbot der Ausübung von Analverkehr.

In zwölf weiteren Bundesstaaten war Analverkehr zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern verboten. Allerdings waren Verurteilungen in der Praxis äußerst selten, etwa für Missbrauch von Minderjährigen – was zwar ohnehin nach anderen Gesetzen zu bestrafen wäre, in diesen Fällen aber einer doppelten Bestrafung unterlag. Nach einem Beschluss des obersten Gerichtshofs der USA aus dem Jahr 2003 im Fall Lawrence v. Texas sind solche Rechtsbestimmungen nichtig. (→Chronologie der Sodomiegesetze in den Vereinigten Staaten)

Literatur

Alexa Adore: Ratgeber Analsex: Tipps und Tricks für sicheren Analverkehr und genussvolle Anal-Erotik. Flexible Literature, 2007, ISBN 978-3-937825-65-6.
Toni Bentley: The surrender. An erotic memoir. Regan Books, New York 2004, ISBN 0-06-073247-4.
Jack Morin: Anal pleasure & health. A guide for men and women. Down There Press, San Francisco 1997, ISBN 0-940208-20-2.
Tristan Taormino: Ultimate Guide to Anal Sex for Women. Cleis Press, San Francisco 1997, ISBN 1-57344-028-0.
Tristan Taormino: The Anal Sex Position Guide. Quiver Book, Beverly 2009, ISBN 978-1-59233-356-1.

Siehe auch

Sodomiterverfolgung

Weblinks
Commons: Analverkehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Analverkehr – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Magnus-Hirschfeld-Archiv für Sexualwissenschaft: Analverkehr
Die neue POpulär-Kultur. In: Süddeutsche Zeitung.
Anal sex: Let’s get to the bottom of this. The Daily of the University of Washington (engl.)

Fußnoten

↑ a b June M. Reinisch & Ruth Beasley: Der Neue Kinsey Institut Report – Sexualität heute. Wilhelm Heyne Verlag, 1991, ISBN 3-453-05195-5 .
↑ a b c Tristan Taormino: Ultimate Guide to Anal Sex for Women. Cleis Press, San Francisco 1997, ISBN 1-57344-028-0.
↑ Anal Sex: Let’S Get To The Bottom Of This – The Daily of the University of Washington
↑ a b Herbenick D, Reece M, Schick V, Sanders SA, Dodge B, Fortenberry JD. (2010): Sexual behavior in the United States: results from a national probability sample of men and women ages 14-94. The journal of sexual medicine;7 Suppl 5:255-65. PMID 21029383
↑ Study: Anal Sex Has Never Been More Popular – Gawker
↑ Jack Morin: Anal Pleasure & Health: A Guide for Men and Women. Verlag: Down There Pr, ISBN 0-940208-20-2.
↑ How to Have Anal Sex For the First Time – Yourtango
↑ McKinley Health Center – Anal Sex: Questions and Answers
↑ Lou Paget: Der perfekte Liebhaber. Goldmann Verlag, 2001, ISBN 3-442-16343-9.
http://www.nationalsexstudy.indiana.edu/ National Survey of Sexual Health and Behavior(NSSHB)
↑ Navigating the Anus Meghan Lane is an HIV counselor at the Berkeley Free Clinic – Californian Daily
↑ Memorable patients: High altitude medicine – British Medical Journal
↑ Analverkehr: So funktioniert Sex von hinten – Der Berater
↑ Am J Gastroenterol. 1997 Mar; 92(3):465-8. Anal sphincter structure and function in homosexual males engaging in anoreceptive intercourse. Chun AB, Rose S, Mitrani C, Silvestre AJ, Wald A. Department of Medicine, University of Pittsburgh School of Medicine, Pennsylvania, USA. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9068471; Clinical Forensic Medicine A Physician´s Guide Second Edition Margaret M. Stark, S. 108
↑ vgl. Dr. Luis Sanz Director Urogynecology & Pelvic Surgery Center Virginia Hospital Center, http://health.unece.net/19558/Thats_a_very_good_question_Yes_t.html; http://www.wwu.edu/chw/ask_the_doc/post/1-1000/0599.html; Dr. Drew Pinsky, M.D., http://www.marieclaire.com/sex-love/advice/sex-tips-pro; http://de.wikipedia.org/wiki/Analdehnung
↑ vgl. Stelzner F. Chirurgische Klinik und Poliklinik, Universität Bonn, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2026064
↑ Islam and Sex
↑ Sex-Lexikon – Cosmopolitan
↑ Analsex, reine Kopfsache? Brigitte
↑ a b Die neue POpulär-Kultur. Süddeutsche Zeitung
↑ Ratio und Fellatio – Der Spiegel
↑ Is Anal Sex the New Deal-Breaker? Backdoor entry is now so mainstream, some guys request it on the first date. Men.Style
↑ Is Anal the New Oral? According to a new study, the once taboo sexual encounter is becoming more popular than ever. – Marie Claire
↑ How Common Is Heterosexual Anal Sex?
↑ NewYork Magazine: Anal-sex talk still makes people blush. But it’s also increasingly popular in the hetero world.
↑ US-Teens praktizieren öfter Analsex. Focus
http://www.nationalsexstudy.indiana.edu/ National Survey of Sexual Health and Behavior(NSSHB)
↑ Bitte mehr Abwechslung im Bett! Hamburger Morgenpost
↑ Durex Local Report
↑ Analverkehr – von Dr. med. Britta Bürger, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
↑ Die neue POpulär-Kultur – Süddeutsche Zeitung
http://www.nationalsexstudy.indiana.edu/ National Survey of Sexual Health and Behavior(NSSHB)
↑ Kelly Devine Thomas: The Selling of Jeff Koons. Im May 2005 auf: artnews.com
↑ Sale 1516 / Lot 63. Im Mai 2005 auf: christies.com
↑ Taormino_spotlight
↑ Analverkehr
↑ Parliament of Canada, LEGISinfo
↑ Autopsie 11. Januar 2007
Sexualpraktik
Anus

Romano Prodi (second from the right) at the He...

Romano Prodi (second from the right) at the Helligendamm G8 Summit, 6–8 June 2007. (Photo credit: Wikipedia)

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

4 thoughts on “Gauck fordert vor dem Verband deutscher Lehrer mehr Toleranz für Analverkehr

  1. So kommt der neue BuPrä doch noch zu seiner Analogie „mehr Verständnis füreinander“, auch wenn das Thema eher Illuminaten peripheren Charakter hat. So zeigt es doch, welchen Stellenwert nach den Feministen die Analisten doch noch bekommen werden.
    Glückauf

    • Davon ist auszugehen. Er wird in den Rang des gesetzlich geschützten und vorgeschriebenen „Regelverkehrs“ gelangen. Einfach schnell ein neues AnVerkG… :mrgreen: oder😯

  2. Scheisse – dass kann aber für den weitestgehend NORMALEN Menschen gewaltig in die Hose gehen. Sollte man sich jetzt schon mal Gedanken machen, wie man sich davor schützen kann??!.
    Seien wir gespannt, wann die erste Analistenbehörde ins Leben gerufen wird in der Bundesrepublik in Deutsachland. Ich geh mal davon aus, dass die meisten Menschen hier sich dann vergauckeln lassen – oder sollte man doch mit dem Gedanken spielen Moslem zu werden?!. Aber nein – der Vergauckler hat ja gesagt: der Islam passt nicht zu Deutschland. Ich bin gespannt, wann er das widerrufen wird.
    Glückauf

  3. Männliche Masturbation
    http://www.neudeutschegesundheitskasse.propagazzi.com/html/masturbation.html

    Die männliche Masturbation dient dazu, Spermamaterial aus dem Körper abzusondern. Dieses Prozedere sollte täglich erfolgen, da das Genmaterial altert und Krebs erzeugt.

    Entgegen der falschen Lehren der römisch-katholischen Kirche zur “Sexualmoral” trägt regelmäßige Selbstbefriedigung also zur Gesundheitserhaltung des Mannes bei. Dabei bleibt es ohne Belang, wie oft jemand “Hand anlegt”.

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